Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn

Wem der Thüringer Wald oder genauer gesagt, das Gebiet zwischen Rottenbach und Katzhütte, nichts sagen, der sollte sich jetzt ein wenig Zeit nehmen und mal einen längeren Blick auf diese längere Seite werfen. Seit mehr als 30 Jahren war ich jetzt zum ersten mal wieder im Schwarzatal. Zwar brachten mich Touren zwischen Erfurt, Arnstadt und Saalfeld immer wieder mal auch durch Rottenbach, aber eben immer nur auf der Hauptstrecke. Jetzt war es aber soweit und hier folgt nun ein (theoretischer) Tagesablauf, der sich aber aus den Bildern mehrerer Tage zusammensetzt, denn auch ich kann ja nun mal nicht an verschiedenen Orten gleichzeitig sein, auch wenn ich es hin und wieder versuche.

Stand: 13.05.2010

   
Anreise nach Saalfeld - (642 005_505)

In aller Regel ist Saalfeld von Jena aus mit Doppelstockzügen, die von 143ern bespannt werden, zu erreichen. An diesem Sonntag (09.05.2010) war es etwas anders. Auf Grund von Bauarbeiten bei Camburg gab es einige "Unregelmäßigkeiten", die in diesem speziellen Fall aber nicht wirklich unbequem waren.

Von Saalfeld nach Rottenbach (642 004_504)

Die Abfahrtszeit des Regionalexpresses von Saalfeld über Arnstadt nach Erfurt liegt so weit nach der Ankunft in Saalfeld, dass sich noch einige andere Bilder ergeben haben, die sich gut in meiner Sammlung machen. Letztendlich wurde es dann aber doch Zeit zum Einsteigen und pünktlich ging es los nach Rottenbach.

 

Rottenbach -  Oberfelderschmiede (772 141)

Eine angenehme Überraschung erwartet die Fahrgäste in Rottenbach. Die historische Ferkeltaxe fährt an diesem Tag jeden zweiten Zug zwischen Rottenbach und Katzhütte. Es war zwar ein wenig eng im Zug, aber die Älteren werden sich erinnern, man kann es aushalten.

Rottenbach liegt am nördlichen Rand des Thüringer Waldes im Landschaftsschutzgebiet Rinne-Rottenbachtal.

Historisch trifft historisch

Hier haben wir zum ersten Mal eine Aufnahme, die später gemacht worden ist. Am Sonntag wäre ich nicht so schnell an dieser Stelle gewesen und der Bergbahn-Personenwagen kam auch erst einige Minuten später. Der Unterwegsbahnhof der Schwarzatalbahn Obstfelderschmiede ist gleichzeitig die Talstation der Oberweißbacher Bergbahn.

Eine Variante des Aufstiegs

Es ist in den letzten Tagen auf Grund der zeitlichen Abläufe nicht einmal gelungen, mit dem auf der Güterrampe stehenden Personenwagen eine Fahrt zu machen. Trotzdem möchte ich ihn gleich an dieser Stelle einmal zeigen. So Auge in Auge "auf dem Präsentierteller" hat er sich mir nur einmal gezeigt. In allen anderen Fällen waren es bewegte Begegnungen.

Bevorzugte Variante des Auf- und Abstiegs

Alle Fahrten auf der Bergbahn fanden zufälligerweise mit diesem Wagen statt. Einmal war es sogar eine "Privatfahrt", was sowohl eine interessante Unterhaltung wie auch sehr schöne Fotomöglichkeiten zur Folge hatte.

Unverstellter Anblick

Dieses Bild stammt von der "Privatfahrt". Auch 10 Minuten nach dieser Aufnahme gab es keine weiteren Kandidaten für eine Mitfahrt und Fahrplan ist Fahrplan.

Blick nach hinten zur Talstation

Rechts im Bild sieht man das Gleis, auf dem der Personenwagen in der Talstation hält, während links die Güterrampe andocken kann. (Ich komme am Ende der Seite darauf noch einmal zurück.) Für die seltenen Fälle, in denen nicht der Personenwagen auf der Rampe steht, ist es möglich, Güterwagen oder auch Triebwagen der Flachstrecke über die Drehscheibe und ein Anschlussgleis auf die Strecke der Schwarzatalbahn zu bringen. Während der reguläre Güterverkehr bereits in der 1960er Jahren eingestellt worden ist, müssen die Flachstreckentriebwagen regelmäßig zu ihren Fristuntersuchungen nach Saalfeld gebracht werden und das funktioniert nur auf diesem Weg.

Begegnung auf halber Strecke

Trotz der relativ geringen Geschwindigkeit der Fahrzeuge ist eine Begegnung an der Ausweiche immer ziemlich schnell vorbei und es gelang mir auch nur einmal bei leerem Wagen nach hinten/unten zu flitzen (haha) und den zweiten Teil der Begegnung auch noch im Bild festzuhalten. Schon bei der ersten Fahrt keimte in mir der Gedanke, diese Begegnung unbedingt auch einmal von außen zu fotografieren. Da es in der Kürze der Zeit nicht möglich war, mich aus einem Hubschrauber abzuseilen, blieb nur eine Frage zu klären: Aufstieg oder Abstieg ? Wer sieht, wie steil hier das Gelände ist, ahnt in welche Richtung die Entscheidung fiel. Aber dazu später mehr. 

Begegnung, die es nur einmal im Jahr gibt

Am 09.05.2010 fand statt, was es nur einmal im Jahr gibt, den spektakulären Transport eines Güterwagens von der Bergstation ins Tal und zurück. Mein Foto entstand bei der Rückfahrt des Güterwagens nach oben und bei deutlich sichtbar schlechtem Wetter. Da die Heckscheibe des Personenwagens sich zum Teil öffnen lässt, sind hier wenigstens keine die Scheibe herunter laufenden Tropfen zu sehen. Gleichwohl musste man aber vorsichtig sein, damit der Fotoapparat nicht einweicht.

Da wir chronologisch aber noch immer bei der Bergfahrt sind kommt als nächstes erst einmal die Ankunft in der Bergstation Lichtenhain.

Ankunft in der Bergstation

Nach der Ankunft in Lichtenhain kann man verschiedene Dinge tun, wie zum Beispiel im Freilichtmuseum die Exponate der Lichtenhainer Waldeisenbahn besichtigen, gemütlich im Bistropa-Wagen etwas essen, eine umfangreiche Wanderung beginnen oder aber auch von der Steilstrecke auf die Flachstrecke umsteigen. Der Umstieg stellt kein Problem dar, da die hier sichtbaren Treppen direkt in den Bahnsteig der Flachstrecke münden.

In wenigen Minuten nach Cursdorf (479 201)

Etwa 5 Meter vom letzten Fotostandort entfernt öffnet sich dann folgender Blick. Da die Fahrpläne aufeinander abgestimmt sind hat man zwischen der Ankunft mit der Bergbahn und der Abfahrt mit dem elektrischen Triebwagen 11 Minuten Zeit.

Auch dies wird zumindest bis Oberweißbach eine "Privatfahrt" werden.

Blick auf den Thüringer Wald

Während der gemütlichen Fahrt ergeben sich immer wieder Fotogelegenheiten mit viel grün.

Kontrollblick in Oberweißbach

Eine kleine optische Spielerei beim Halt in Oberweißbach-Deesbach. Am Sonntag, an dem die Güterwagen-Verladung stattfand, wäre das Foto vor lauter Gedrängel so sicher nicht möglich gewesen.

Blick zum Ziel in Richtung Cursdorf

Die letzten Stückchen der Flachstrecke führt dann noch in den zwischen 700 und 750 Meter Höhe gelegenen Ort Cursdorf zwischen Schwarzatal und Rennsteig.

Cursdorf - Das Ende der Flachstrecke

Cursdorf und seine Umgebung bieten sicher viel Entdeckenswertes, aber an diesem Tag zu dieser Stunde haben hier weder das Glasapparatemuseum, noch die Eisstockbahn, das Kleinfeldfußballfeld, die 18-Loch-Minigolfanlage oder der Skilift mit Mattenskipiste interessiert. Der Blick galt hier noch einmal dem Triebwagen-Pärchen bevor eine gemütliche Wanderung in Richtung Oberweißbach begann. Ich wollte ja auch noch ein paar Streckenbilder haben.

 

Rückweg nach Oberweißbach als Wanderung

Nach wenigen Minuten Wartezeit auf einer Bank ergaben sich die erhofften Bilder in einer lang gestreckten Linkskurve. Die Kürze des Weges erlaubte es, gemütlichen Schrittes zu wandern. Man war ja im Urlaub und nicht auf dem Weg ins Büro.

Bahnstrecke im Wald

Kurz vor dem Haltepunkt Oberweißbach-Deesebach ergibt sich dieses nahezu romantische Bild. Der Weg ist auch für Eisenbahnfans, die schlecht zu Fuß sind, keine Herausforderung.

Bahn ist erneut auf dem Weg nach Cursdorf

Rechtzeitig vor der Rückkehr des Zuges aus Lichtenhain ist der Haltepunkt erreicht und es lassen sich sogar noch einige Informationen zur Fröbelstadt Oberweißbach von den Info-Tafeln ziehen. Der Ort zieht sich über eine Länge von 2 Kilometern entlang des Weißbachtals hin, liegt zwischen 570 und 700 Metern hoch und verfügt über eine ausgeprägtes Wanderwegenetz.

Ein Blick in Richtung des inzwischen vertrauten Geräusches und schon hat sich wieder eine schönes Bild ergeben.

Rückweg nach Lichtenhain (479 201)

Nach einer reichlich 10-minütigen Ruhepause kehrt der Triebzug aus Cursdorf zurück und es folgt eine gemütliche, wenn auch kurze Rückfahrt nach Lichtenhain. Das war an diesem Tag "die Ruhe vor dem Sturm", denn es gab da noch den geplanten Abstieg entlang des Bergbahn-Lehrpfades zur Talstation. Das Wetter war hin und wieder sonnig, wenigstens trocken, wenn auch die Temperatur nur bei knappen 12,5 Grad lag.

Kleinlok 112 10

Im Umfeld der Bergstation Lichtenhain sind verschiedene Exponate ausgestellt, die im Zusammenhang mit der Lichtenhainer Waldeisenbahn stehen.

E-Lok 611 01

Eine imposante Erscheinung auf schmalem Gleis, die bei LEW Hennigsdorf im Jahr 1951 gebaute Lok.

Antriebssystem der Bergbahn

Im Jahr 2002 wurden diese aus Grauguß gefertigten Treibscheiben nach 80-jährigem Einsatz ausgebaut. Im Hintergrund sieht man auch die beiden Triebwagen am Flachstreckenbahnsteig.

Bistropa

Direkt neben der Bergstation findet man diesem schon außergewöhnlichen Ort für einen "Halberstädter". Der muss seinen Weg hierher mit Bestimmtheit auf der Straße gefunden haben, denn er ist definitiv viel zu lang für die Drehscheiben der Bergbahn (haha).

Der Dritte im Bunde

Ich habe keinen Plan, in wieweit 479 205 noch einsatzbereit ist, zumindest äußerlich unterscheidet er sich von seinen beiden Kollegen doch deutlich. Außerdem war weit und breit kein Stromabnehmer zu entdecken.

Cabrio-Wagen

Sein ehemals geplanter Einsatz als regelmäßiges Highlight der Strecke hat sich wohl relativiert. Derzeit ist er nur noch zu speziellen Gelegenheiten im Einsatz.

Am 03. Juli und am 13. August 2010 wird es wieder einmal so weit sein. Die entsprechenden Werbebanner wurden am Mittwoch in Obstfelderschmiede angebracht.

Die Drehscheibe

Hinter dem Herrn in blau ist das Gleis in Richtung Talstation zu sehen, während die beiden Herren in den modisch leuchtenden Westen das Bahnsteig-Gleis der Flachstrecke verdecken. Hier wird in wenigen Minuten mächtig was los sein, wenn man die Güterwagen-Talfahrt vorbereitet. Zu diesem Zeitpunkt war ein hin und wieder auftretendes dezentes Nieseln noch nicht wirklich störend.

Personenwagen wird von Plattform gelöst

Nun ist es soweit, während es draußen soeben zum wiederholten Mal an diesem Tag nieselt, wird der Personenwagen von der Güterplattform gelöst, der erste Schritt für den Wechsel zum Güterwagen.

Personenwagen wird zur Drehscheibe geschoben

Insgesamt 4 Personen sind nötig, um den Wagen zur Drehscheibe zu schieben und auch dort wieder abzubremsen. Dann wird die Scheibe mittels eines Seilzuges gedreht, damit man den Wagen in Richtung des Flachstreckenbahnsteiges abstellen kann.

Personenwagen am Flachstreckenbahnsteig

Auch hier, beim Abstellen auf dem Flachstreckengleis scheint das Abbremsen fast schwieriger zu sein, als das Losschieben. Aber jetzt ist der Personenwagen erst einmal aus dem Weg und man kann sich dem Hauptakteur des heutigen Tages widmen.

Der Güterwagen wird geholt

Eigentlich sollte der Güterwagen mit der Seilwinde zur Drehscheibe gezogen werden, aber während dieses links noch schlaff im Gleis liegt, haben die beiden Damen die Initiative und den Wagen ergriffen und bringen ihn schon mal an die Scheibe ran. Für die letzten 5 Meter darf dann auch noch die Winde zeigen, dass sie nicht umsonst da ist.

Die leere Güterwagenplattform

Ich nutzte die Gelegenheit noch einmal, einen der seltenen Blicke auf die leere Güterplattform zu werfen. Da der Plan war, bei der Fahrt nach der mit dem Güterwagen ins Tal zu fahren und somit die Begegnung zu fotografieren (siehe oben), war dies für mich die letzte Gelegenheit für diese Aufnahme.

Der Güterwagen ist bereit

Nach wenigen Minuten ist der Güterwagen in Position und auch ich begebe mich gleich durch das Gebäude hindurch nach unten, um ein paar Meter unterhalb der Bergstation einige Aufnahmen vom talwärts fahrenden Güterwagen zu machen.

Die Talfahrt beginnt

Kurz nach dem der Fotostandort erreicht ist, beginnt sowohl die Talfahrt des Güterwagens wie auch ein erneutes leichtes Nieseln, vom dem allerdings unter diesem Baum glücklicherweise nichts zu spüren ist.

Trotzdem ging es nun wieder zügig in die Bergstation, denn mit dem nächsten eintreffenden Personenwagen sollte es ins Tal gehen.

Das Bild vom Treffen mit dem wieder nach oben gezogenen Güterwagen ist weiter oben schon zu sehen gewesen und der interessierte Betrachter hat schon das inzwischen aufgezogene Wetter (mit Blitz und Donner) zur Kenntnis genommen. 

Talfahrt mit Regen

Nach der Begegnung mit dem Güterwagen hat dann die freundliche Mitarbeiterin das Fenster geschlossen, so dass zwar der Fotoapparat trocken blieb, aber auf den weiteren Fotos auch überall das Regenmuster zu sehen ist.

Hier fiel nun wirklich die Entscheidung, den direkt an der Bahn gelegenen Lehrpfad einmal zu benutzen, allerdings sollte der Weg dann wirklich trockener sein, denn die Aussicht auf die hier "immer mal wieder vorkommenden Arm- und Beinbrüche" war nicht sehr verlockend.

Abstieg mit Waldspaziergang

Bereits 3 Tage später war es soweit. Es hatte zwar in der letzten Nacht noch einmal kräftig geregnet, aber die kleine Erkundung der ersten hundert Meter des Weges stimmte optimistisch. Höhepunkt sollte die Begegnung der Wagen werden und wenn sich niemand die Ohren brechen würde, müsste das Ganze in knapp einer Stunde zu schaffen sein. In der Bergstation sieht man bereits den Personenwagen, der in wenigen Augenblicken den Weg ins Schwarzatal antreten wird.

Personenwagen auf Talfahrt

Mitten in der Woche sieht man sehr wenige Passagiere in und gar keine anderen Fotografen außerhalb des Wagens. Der Untergrund ist gut, so dass man einige Zeit neben dem Wagen herlaufen kann, ohne sonderlich auf den Weg achten zu müssen.

An diesem Tag war immer mal die Sonne hervorgekommen, aber das sie jetzt nicht da ist, finde ich gut, da eine Gegenlichtaufnahme das Letzte gewesen wäre, was ich gewollt hätte.

Blick ins Schwarzatal und auf den weiteren Weg

Nach dieser Aufnahme ging es dann noch einige Meter nach unten, um eventuell schon mal eine "kleine" Begegnung auf den Chip zu bringen. Meine Planung sah vor, dass ich erst die nächste Begegnung direkt an der Ausweiche aufnehmen wollte. Und hier oben war ein etwas schnellerer Schritt noch halbwegs ungefährlich, das sollte sich weiter unten deutlich ändern.

Erster Blick auf das Treffen

Und ich habe es geschafft, die erste kleine Begegnung knapp vor der Ecke ist auf dem Chip. Außerdem kann man am rechten Personenwagen einen dezenten Schatten, geworfen vom Geländer des Fahrradständers, erkennen, oder deutlicher gesagt, die SONNE scheint.

Bergwärts fahrender Gegenverkehr

Da ich mir ziemlich sicher war, dass man es in der verbleibenden Zeit locker bis zur Ausweiche schaffen könnte, habe ich es mir geleistet, den bergwärts fahrenden Wagen abzuwarten und erst als er passiert hatte, den Weg fortzusetzen.

Der Weg begann heftiger zu werden, so waren die Stellen, an denen ablaufendes Regenwasser kreuzte, besonders heimtückisch. Ich will es hier einmal vorwegnehmen, es gab keine Arm-, Bein- oder Ohrenbrüche, nicht einmal einen einfachen Sturz. Allerdings wäre der Weg mit ungeeignetem Schuhwerk sicher eine böse Falle geworden. 

Warten auf die nächste Begegnung

Dieser gemütliche Unterstand konnte mit großem Zeitpolster erreicht werden. Das Kabel bewegte sich nicht, und somit war klar, dass mindestens 7 bis 8 Minuten Zeit war, die Landschaft und die Stille zu genießen. Es war ein einmaliges Erlebnis, zumindest solange, bis zuerst von Ferne, dann näher kommend, einige Herren zu hören waren, die wohl schon mal für ihren Vatertagsausflug trainierten. Während ich die folgenden Fotos machte, waren sie inzwischen angekommen und "vernichteten" ihre mitgebrachten Vorräte.

Das Treffen

Hier ist eines der Bilder, dem die ganze Planung gewidmet war, die Begegnung der beiden Personenwagen in der Ausweiche.

Weiter zur Talstation

Nach dem das Treffen im Kasten war, musste man jetzt nur noch bei schönem Sonnenschein mit gesunden Knochen ins Tal kommen und wenn dies rechtzeitig gelingen würde, könnte man in der Talstation auch noch die Abfahrt der Güterrampe mit dem Personenwagen fotografieren und filmen. 

 

Nichts kann uns hindern

Im Nachhinein betrachtet sieht der Waldweg auf den Fotos wenig spektakulär aus. Aber Steine, Wurzeln, Wasser und die Steilheit waren schon heftig. Da hätte es eines abgebrochenen Baumes nicht auch noch bedurft.

Übrigens erläutert eines der Schilder auf dem Lehrpfad das es hier eine Steigung von einem Meter auf einen Weg von 4 Metern gibt.

Ein Entfernungsrätsel

Die Entfernungsangabe auf dem Schild bezieht sich wirklich auf die im Hintergrund sichtbare Talstation. Aber der Weg biegt an dieser Stelle nahezu im rechten Winkel nach rechts ab, um nach etwa 200 Metern wieder nach links zu knicken. Somit ist das letzte Wegstück nahezu gemütlich flach im Vergleich zu dem, was man eben hinter sich hat.

Es gibt sicher sportliche Menschen, die den Weg nach oben zügig schaffen, aber dem Eisenbahnfan oder Wanderer empfehle ich für den Weg nach oben die Bergbahn und den Lehrpfad abwärts nur bei gutem Wetter und mit stabilen Schuhen.

Zwei Möglichkeiten der Ankunft

Nach dem ich oben schon mal die leere Talstation gezeigt habe, bietet sich nun die Gelegenheit, einmal den Sinn der unteren Drehscheibe genauer zu erkennen. Hier konnte man einen Güterwagen direkt auf die Scheibe bringen und in Richtung der Streckengleise der Schwarzatalbahn drehen. Die Nutzung der Rampe für den Personenwagen bedingte den Bau eines zweiten Zugangs für die Passagiere. 

Andock-Stelle an der Drehscheibe

Wenn die Rampe wenige Meter von der Endposition entfernt ist sieht man, wohin "die Rampe verschwindet".

In diesem Moment hörte man aus nicht sehr großer Entfernung die Pfeife des Triebwagens, ein Blick auf die Armbanduhr ließ vermuten, dass es in einer Minute schlicht unmöglich ist, die verbleibenden 400 Meter zur Talstation zu flitzen und den Zug in Richtung Katzhütte auch noch zu bekommen. Dann konnte man sich auch Zeit lassen und die Fahrt der Güterrampe in Ruhe filmen.

Die Talstation ist erreicht

Nun war die Talstation erreicht und es blieb eine knappe Stunde Zeit, um mit dem nächsten Zug die paar Kilometer nach Katzhütte zu fahren. Nach kurzem Aufenthalt in Katzhütte gab es dann noch die gelassene Heimfahrt nach Jena mit Umstieg in Rottenbach und Saalfeld. Und wenn in Saalfeld der ICE aus München nicht wieder einmal Verspätung gehabt hätte, wäre die Fahrt mit der RB auch endlich mal pünktlich gewesen.

Obstfelderschmiede im Mai 2010 (641 019)

Nach dem es im März bereits Aprilwetter gegeben hatte und sich alle schon auf einen langen heißen Sommer gefreut haben, gab es auch im April Aprilwetter und alle sprachen ganz erleichtert von einem ganz normalen Jahr. Wenn es dann aber auch im Mai noch Aprilwetter gibt, dann werde ich langsam sauer. Bei der sonntäglichen Aktion mit dem Güterwagentransport wechselten Regen und Nichtregen etwa im Stundentakt. Hier steht gegen 15 Uhr eine Menge Touristen wohl leicht entnervt zur Abreise in Richtung Rottenbach bereit.

Für mich stand an diesem Sonntag aber noch 94 1538 auf dem Wunschzettel. Das passierte dann allerdings wieder bei Regen.

Beginn der Heimreise in Katzhütte (641 020)

Die Heimreise am Mittwochabend begann in Katzhütte mit dem zweiten 641er der Schwarzatalbahn, 641 020, gefolgt von 641 035 auf der Strecke von Rottenbach nach Saalfeld. Bei relativ freundlichem Wetter gab es noch reichlich Gelegenheit für stimmungsvolle Bilder aus dem Schwarzatal. Je näher es nach Saalfeld ging, desto größere Wolkenlücken ließen noch eine schöne Abendsonne erscheinen.

Letzte Etappe Saalfeld - Jena (143 218)

Nach knapp 45 Minuten Aufenthalt ging es dann im Schlepp eines, wie schon geschrieben, verspäteten ICE aus München gemächlich Richtung Jena, die Gesamtfahrzeit ab Katzhütte betrug etwas mehr als 2,5 Stunden.

 

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